Erlebnisbericht von Janina

Berlin

Es gibt viel zu viel zu berichten, daher werde ich nur die Erlebnisse aufschreiben, die mir sofort in den Kopf schießen:

U-Bahn: Ich war mit einer türkischen Freundin unterwegs und hatte eine lässige Jeans mit Löchern und gerippten Stellen an. Da griff mir ein Fremder an die Hose. Ich war schockiert, doch die Türkin, mit der ich unterwegs war, meinte, ich solle mich nicht wundern, wenn ich mich so anziehe. Ich ließ sie links liegen und fuhr alleine nach Hause.

Schule: Es gab einen Dunkelhäutigen namens Sally in meiner Klasse. Er war immer unter den „üblichen Verdächtigen“ und benahm sich oft daneben. Einmal bewarf mich mit Cent-Stücken, nachdem ich ihn gebeten hatte, nicht mit Essen herumzuwerfen. Es gab auch einen Araber, der mir einmal eine Backpfeife gab, nachdem ich den Satz zweier „Kopftuchmädchen“ wiederholt hatte, weil ich schockiert darüber war.

Straße: Auf dem Nachhauseweg wurde mir in meinen Ausschnitt gegriffen. Der Täter rannte weg, als ich ihn anschrie. Allgemein wurde man in Berlin Wedding, wo ich aufwuchs, als Freiwild betrachtet. Seither trage ich fast nur noch Kopfhörer, weil diese Leute nicht locker lassen, außer man hört sie nicht und schenkt denen null Beachtung.

Praktikum: Der pakistanische Ladenbesitzer eines Klamottenladens, hat mir von hinten, an meine Brüste gefasst, weil er mir ja was „zeigen“ wollte.

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